tu! Hambach – Workshop & Ausstellung
vom 10. bis 14.06.26
Beteiligte: Wolfgang Wackerl, Ragnhild Klußmann, Sebastian Pilz, Anna Marchenko, Fela Bancken, Studierende des vierten Semesters
FH Aachen: Maria Finkenberger, Martin Zerwas
Was passiert eigentlich mit den Dörfern im Rheinischen Braunkohlerevier, die seit mehreren Jahren geräumt, deren Bewohner*innen umgesiedelt und die dann doch nicht abgebaggert wurden? Wie können diese Orte wiederbelebt werden und welche Rolle können sie in der Bauwende einnehmen?
Bürgewald, ehemals Morschenich, ist eines dieser Dörfer direkt an der Abbruchkante des Tagebaus Hambach. Heute trägt es den Zusatz „Ort der Zukunft“ auf dem Ortsschild. Die Gemeinde Merzenich kaufte 2024 das Dorf von RWE zurück.
Seit dem Rückkauf beschäftigen sich Menschen aus Wissenschaft, Planung, Bildung, Politik, Kultur und Zivilgesellschaft mit der Frage, wie dieser Ort der Zukunft aussehen kann. Als eines von sechs geretteten Dörfern im Rheinischen Revier soll Bürgewald als erstes wiederbelebt werden.

Die „tu! Hambach – Begegnungs- Impusort im Zukunftsrevier“ ist ein jährlich stattfindendes Event, bei dem Akteur*innen des Strukturwandels zusammenkommen und gemeinschaftlich Ideen und Konzepte für eine Zukunft nach dem Braunkohleabbau im Rheinischen Revier diskutieren. Fünf Tage lang fanden Workshops, Vorträge, Ausstellungen, Exkursionen und kulturelle Veranstaltungen statt.
Workshop – Elemente der Bauwende

Gemeinsam mit der FH Aachen veranstaltete der Fachbereich Architektur der Alanus Hochschule einen Workshop zum Thema „Bürgewald als Reallabor für Umbaukultur und Bauwende“. Studierende, Fachleute aus Planung, Architektur und Kreislaufwirtschaft sowie Betroffene diskutierten an zwei Thementischen.

Ausstellung – form follows resource

Das vierte Bachelorsemester präsentierte in einer Ausstellung das aktuelle Semesterprojekt „form follows resource“.
In den Modulen Gebäudelehre und Bautechnologie beschäftigten sich die Studierenden mit einem konkreten Grundstück, einer bestehenden Hofstruktur in Bürgewald. Aufgabe war es, eine Hofschaft mit Wohnnutzung zu entwickeln und den dynamischen Masterplan zu überprüfen. Die Entwurfsarbeiten nähern sich dieser Aufgabe von zwei Seiten: Einerseits durch die Untersuchung der vorhandenen Materialien und Konstruktionen, andererseits durch die städtebauliche und typologische Erprobung von Umnutzung und Nachverdichtung im Bestand.


