Entwurfsstudien für Lernräume
der Rudolf-Steiner-Schule Dortmund
Im Herbstsemester 2025/2026 beschäftigten sich die Studierenden des fünften Bachelorsemesters im Modul „Technischer Ausbau & energieeffizientes Bauen“ mit der Entwicklung nachhaltiger Entwürfe und technisch-konstruktiver Konzepte für die Weiterentwicklung von Lernräume der Rudolf-Steiner-Schule in Dortmund. Die Planungsaufgabe bot den Studierenden die Möglichkeit, Kernfragen des aktuellen Architekturdiskurses zum Umbauen/Weiterbauen/einfach Bauen/selber Bauen/natürlich Bauen/zirkulär Bauen zu erkunden und dabei Positionen zu entwickeln. Im Rahmen der Kooperation lobte die Rudolf-Steiner-Schule Dortmund einen studentischen Wettbewerb aus, der mit 5.000 € dotiert wurde.
1. Platz Der Kunsthof

Das Bestandsgebäude der 70er Jahre entspricht nicht mehr den räumlichen und energetischen Anforderungen. Ziel war die Entwicklung eines umfassenden Sanierungskonzepts sowie die Ergänzung flexibel nutzbarer Lernräume. Der Entwurf reagiert gezielt auf sich verändernden Anforderungen und deckt damit verschiedene Nutzungsszenarien ab. Die Schule plant derzeit die Sanierung des Unterstufentrakts. Für diesen Zeitraum können die neu geschaffenen Räume rund um den Kunstpavillon in einer ersten Nutzungsphase als temporäre Klassenzimmer für bis zu vier Grundschulklassen genutzt werden.

In der zweiten Nutzungsphase können hier Kunst, Plastizieren und textiles Gestalten stattfinden. Für diese Umnutzung kann die Trennwand der Klassenräume jeweils um ein Raster versetzt werden, sodass ein großer Werkraum mit direkt angeschlossenen Lagerräumen entsteht. Die Gebäude sind bewusst so konzipiert, dass beim Umbau alle Materialien wiederverwendet werden können. Dadurch können Kosten und Ressourcen gespart werden.


Durch die multifunktionale Nutzung von Räumen wird die Effizienz und Auslastung gesteigert, was zu reduzierten Bau- und Betriebskosten beiträgt. Darüber hinaus werden Energie- und Ressourcenverbrauch gesenkt. Diese flexiblen Nutzungsansätze tragen zusammen mit einer Holz-Stroh-Bauweise zu einem nachhaltigen Gesamtkonzept bei.



Darüber hinaus ist der Entwurf so angelegt, dass drei Nutzungen in zwei Räumen stattfinden können. Es gibt feste Räumlichkeiten für textiles Gestalten und Plastizieren. Kunst hingegen kann flexibel in beiden Räumen stattfinden. Entsprechend große Lagerflächen ermöglichen die Unterbringung aller dafür notwendigen Materialien.


Das Gebäudeensemble besteht aus einfachen Baukörpern, die versetzt zueinander angeordnet sind. Dadurch entstehen qualitative Zwischenräume, die für den Unterricht im Freien und die Pausengestaltung genutzt werden können



Derzeit befindet sich das Projekt im Bauantragsstadium und eine baldige Realisierung steht in Aussicht.


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